Kurz gesagt: Für WordPress brauchst du Webspace mit PHP (empfohlen ab 8.3), eine MySQL- oder MariaDB-Datenbank und HTTPS. Am schnellsten installierst du WordPress über den Installer deines Hosters mit wenigen Klicks. Von Hand lädst du WordPress von de.wordpress.org herunter, legst eine Datenbank an, lädst die Dateien per SFTP hoch und rufst deine Domain auf, der Rest läuft im Browser. Direkt danach stellst du Permalinks, Zeitzone, Updates und Backups ein.
Diese Seite ist der Einstieg in den Bereich Installation & Updates. Sie führt dich von den Voraussetzungen über die eigentliche Installation bis zu den ersten Einstellungen und verweist an den passenden Stellen auf ausführliche Einzelantworten.
Inhalt
- Voraussetzungen
- Drei Wege zur Installation
- Schritt für Schritt: manuelle Installation
- Die ersten zehn Minuten danach
- WordPress aktuell halten
- Für Fortgeschrittene: Installation mit WP-CLI
- Wenn die Installation hakt
Voraussetzungen
WordPress läuft bei nahezu jedem Webhoster. Die offiziellen Empfehlungen von wordpress.org lauten:
| Komponente | Empfehlung | So prüfst du es |
|---|---|---|
| PHP | Version 8.3 oder höher | PHP-Version herausfinden |
| Datenbank | MySQL ab 8.0 oder MariaDB ab 10.11 | MySQL-Version herausfinden |
| HTTPS | gültiges SSL-Zertifikat, etwa von Let’s Encrypt | Domain mit https:// aufrufen |
| Webserver | Apache oder nginx | Hoster fragen |
Ältere Versionen wie PHP 7.4 funktionieren teilweise noch, bekommen aber keine Sicherheitsupdates mehr. Stell im Kundenmenü deines Hosters die neueste verfügbare PHP-Version ein. Außerdem brauchst du SFTP-Zugangsdaten und Zugriff auf die Datenbankverwaltung, beides findest du im Kundenmenü.
Drei Wege zur Installation
1. Installer des Hosters (empfohlen für Einsteiger)
Fast alle Hoster bieten eine Installation per Klick an, etwa über das WP Toolkit in Plesk, Softaculous in cPanel oder ein eigenes App-Center. Du wählst Domain, Sprache, Benutzername und Passwort, der Installer legt Datenbank und Dateien an. Achte darauf, einen eigenen, nicht erratbaren Benutzernamen statt „admin“ zu wählen, und entferne vorinstallierte Plugins, die du nicht brauchst.
2. Manuelle Installation
Die berühmte „Fünf-Minuten-Installation“. Sie funktioniert bei jedem Hoster und du weißt genau, was installiert wird. Die Anleitung folgt im nächsten Abschnitt.
3. Lokal auf deinem Rechner
Zum Ausprobieren, Entwickeln oder Testen von Updates installierst du WordPress auf deinem eigenen Computer, zum Beispiel mit WordPress Studio, LocalWP oder einer Docker-Umgebung. Wie das geht, erklärt WordPress lokal installieren.
Schritt für Schritt: manuelle Installation
- WordPress herunterladen: Lade die aktuelle deutsche Version von de.wordpress.org herunter und entpacke das ZIP-Archiv auf deinem Rechner. Du erhältst einen Ordner
wordpress. - Datenbank anlegen: Erstelle im Kundenmenü deines Hosters eine neue Datenbank mit eigenem Benutzer und starkem Passwort. Notiere Datenbankname, Benutzer, Passwort und Datenbank-Server (oft
localhost, bei manchen Hostern ein eigener Servername, siehe Beispiel STRATO). - Dateien hochladen: Verbinde dich per SFTP mit deinem Webspace und lade den Inhalt des Ordners
wordpressin das Verzeichnis, auf das deine Domain zeigt. Soll WordPress in einem Unterordner liegen, lies WordPress im Unterverzeichnis. - Installation starten: Ruf deine Domain im Browser auf. WordPress fragt die Datenbankdaten ab und schreibt daraus die Datei
wp-config.php. Das Tabellen-Präfix kannst du aufwp_lassen oder ändern. - Website einrichten: Gib Titel, Benutzernamen, ein starkes Passwort und deine E-Mail-Adresse ein. Den Haken „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ setzt du nur, solange die Seite noch im Aufbau ist.
- Anmelden: Unter
deine-domain.de/wp-admin/meldest du dich an. Fertig.
Mehrere WordPress-Installationen können sich eine Datenbank teilen, wenn sie unterschiedliche Tabellen-Präfixe verwenden. Wann das sinnvoll ist, liest du unter Mehrere Installationen in einer Datenbank.
Die ersten zehn Minuten danach
Direkt nach der Installation lohnt sich eine kurze Runde durch die Einstellungen. Das erspart später viel Arbeit:
- Permalinks: Unter Einstellungen → Permalinks „Beitragsname“ wählen. Spätere Änderungen kosten Rankings und Links.
- Zeitzone und Datum: Unter Einstellungen → Allgemein auf „Berlin“ stellen, siehe Datums- und Zeitformat ändern.
- Sprache: Prüfen, ob „Deutsch“ oder „Deutsch (Sie)“ eingestellt ist.
- Beispielinhalte löschen: Den Beitrag „Hallo Welt!“, die Beispielseite und den Beispielkommentar entfernen.
- Kommentare: Unter Einstellungen → Diskussion festlegen, ob und wie kommentiert werden darf. Soll ein Spam-Filter laufen, beachte den Datenschutz bei Akismet.
- Updates: Automatische Updates prüfen, siehe Automatische Updates konfigurieren.
- Backup: Eine automatische Sicherung einrichten, siehe WordPress-Backup erstellen.
- Sicherheit: Starkes Passwort, Zwei-Faktor-Anmeldung und nur die nötigen Admin-Konten, siehe WordPress sicherer machen und Benutzerrollen.
Danach geht es an Aussehen und Funktionen. Einen Überblick über alle wichtigen Einstellungen gibt dir WordPress-Einstellungen im Überblick.
WordPress aktuell halten
Eine Installation ist nie fertig. WordPress, Themes und Plugins bekommen regelmäßig Updates, viele davon schließen Sicherheitslücken. Wie du Updates sicher einspielst und was bei Problemen hilft, erklären diese Antworten:
- WordPress-Update durchführen
- Automatische Updates konfigurieren
- Update-Pakete manuell einspielen
- Anmeldung klappt nach einem Update nicht mehr
Für Fortgeschrittene: Installation mit WP-CLI
Mit SSH-Zugang und WP-CLI dauert eine komplette Installation weniger als eine Minute:
# Deutsche WordPress-Version herunterladen
wp core download --locale=de_DE
# wp-config.php erzeugen
wp config create --dbname=wp_example --dbuser=wp_example --prompt=dbpass --dbhost=localhost --locale=de_DE
# Installation abschließen (Passwort wird abgefragt)
wp core install --url=https://example.com --title="Meine Website" --admin_user=anna --admin_email=anna@example.com --prompt=admin_password
# Direkt die wichtigsten Einstellungen setzen
wp rewrite structure '/%postname%/'
wp option update timezone_string 'Europe/Berlin'
wp option update date_format 'j. F Y'
wp post delete 1 --force
wp plugin delete hello
Mit --prompt fragt WP-CLI Passwörter interaktiv ab, sodass sie nicht in der Shell-Historie landen. Prüfe mit wp core verify-checksums, dass die heruntergeladenen Dateien unverändert sind.
Wenn die Installation hakt
- „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“: Datenbankname, Benutzer, Passwort oder Server in der
wp-config.phpstimmen nicht. Vergleiche sie genau mit den Angaben im Kundenmenü. - Fehler 500: Oft eine fehlerhafte
.htaccessoder falsche Dateirechte. Hilfe findest du unter Fehler 500 bei der Installation. - Englische Oberfläche trotz deutscher Version: Siehe WordPress zeigt englische Texte.
- Umlaute werden falsch dargestellt: Siehe Probleme mit Sonderzeichen.
- Besonderheiten einzelner Hoster: Siehe zum Beispiel Probleme bei der Installation bei Strato.
Allgemeine Tipps zur Fehlersuche gibt dir Wie gehe ich vor, wenn Fehler auftreten?
Frage dazu? Hängst du bei der Installation fest? Frag im Forum „Installation & Setup“: Zum WPDE-Forum
Häufige Fragen
Was kostet WordPress?
Die Software selbst ist kostenlos und steht unter der GPL, siehe Unter welcher Lizenz steht WordPress? Kosten entstehen für Hosting, Domain und gegebenenfalls für Premium-Themes oder -Plugins.
Was ist der Unterschied zwischen WordPress.org und WordPress.com?
Auf wordpress.org bekommst du die Software, die du selbst bei einem Hoster installierst. WordPress.com ist ein Hosting-Dienst von Automattic, bei dem WordPress schon eingerichtet ist, mit Einschränkungen je nach Tarif.
Kann ich mit WordPress einen Onlineshop betreiben?
Ja, zum Beispiel mit WooCommerce. Details liest du unter Onlineshop mit WordPress.