Kurz gesagt: Mach zuerst ein Backup, öffne dann Dashboard → Aktualisierungen und klicke auf „Auf Version … aktualisieren“. Danach aktualisierst du Plugins und Themes auf derselben Seite und prüfst die Website. Klappt das Update per Klick nicht, ersetzt du die Ordner wp-admin und wp-includes sowie die Dateien im Hauptverzeichnis per SFTP durch die neue Version, niemals aber wp-content und wp-config.php.
Vor dem Update
- Backup: Dateien und Datenbank sichern.
- Kompatibilität prüfen: Bei Hauptversionen (etwa 6.8 auf 6.9) im Changelog wichtiger Plugins nachsehen, ob sie die neue Version unterstützen.
- Staging nutzen: Bei Shops und größeren Websites das Update zuerst auf einer Kopie testen. Viele Hoster bieten dazu eine Staging-Funktion.
- Ruhigen Zeitpunkt wählen: Nicht direkt vor einer Aktion oder einem Newsletter aktualisieren.
Anleitung: Update per Klick
- Öffne Dashboard → Aktualisierungen.
- Klicke auf „Auf Version … aktualisieren“. WordPress lädt die neue Version, schaltet die Seite kurz in den Wartungsmodus und aktualisiert bei Bedarf die Datenbank.
- Aktualisiere anschließend Plugins und Themes: markieren und „Aktualisieren“ klicken.
- Prüfe Startseite, einen Beitrag, Formulare, gegebenenfalls den Shop und das Backend.
Wartungs- und Sicherheitsupdates installiert WordPress meist schon automatisch. Wie du das steuerst, erklärt Automatische Updates konfigurieren.
Anleitung: manuelles Update per SFTP
Brauchst du dieses Verfahren, etwa weil das Update per Klick an fehlenden Rechten scheitert, gehst du so vor:
- Backup erstellen.
- Neueste Version von de.wordpress.org herunterladen und entpacken.
- Auf dem Server die Ordner
wp-adminundwp-includeslöschen. - Die neuen Ordner
wp-adminundwp-includeshochladen. - Die einzelnen Dateien aus dem Hauptverzeichnis des Downloads hochladen und vorhandene überschreiben. Nicht überschreiben: den Ordner
wp-contentund deinewp-config.php. Hast du die.htaccessoderrobots.txtangepasst, sichere sie vorher. deine-domain.de/wp-admin/upgrade.phpaufrufen. Falls nötig, aktualisiert WordPress die Datenbank.
Einzelne Plugins oder Themes aktualisierst du genauso: den alten Ordner in wp-content/plugins bzw. themes durch den neuen ersetzen. Wie du Pakete ohne FTP als ZIP einspielst, steht in Update-Pakete manuell einspielen.
Wenn das Update hängen bleibt
- „Kurzzeitig nicht verfügbar wegen Wartungsarbeiten“: Das Update wurde abgebrochen und die Datei
.maintenanceim Hauptverzeichnis blieb liegen. Lösche sie per SFTP, dann führe das Update erneut aus. - „Ein anderes Update wird gerade durchgeführt“: Eine Sperre aus einem abgebrochenen Update. Sie läuft nach 15 Minuten ab. Wer nicht warten will, löscht die Option
core_updater.lock(siehe unten). - FTP-Zugangsdaten werden abgefragt: WordPress darf nicht direkt in seine Dateien schreiben. Siehe Datei ist nicht beschreibbar.
- Kritischer Fehler nach dem Update: Meist ist ein Plugin inkompatibel. WordPress schickt eine E-Mail mit einem Link zum Wiederherstellungsmodus. Siehe Wie gehe ich vor, wenn Fehler auftreten?
- Anmeldung klappt nicht mehr: Siehe Anmeldung klappt nach einem Update nicht.
Für Fortgeschrittene: Updates mit WP-CLI
# Verfügbare Updates anzeigen
wp core check-update
wp plugin list --update=available
# Backup, dann Kern und Datenbank aktualisieren
wp db export vor-update.sql
wp core update
wp core update-db
# Plugins, Themes und Übersetzungen
wp plugin update --all
wp theme update --all
wp language core update
# Hinterher Dateien prüfen
wp core verify-checksums
# Hängende Update-Sperre entfernen
wp option delete core_updater.lock
Einzelne Plugins kannst du mit wp plugin update name --version=1.2.3 auf eine bestimmte Version bringen, auch zurück auf eine ältere, falls die neue Probleme macht. Das klappt für Plugins aus dem offiziellen Verzeichnis.
Mehr zum Thema im Leitfaden WordPress installieren und im Bereich Installation & Updates.
Frage dazu? Probleme nach einem Update? Im Forum gibt es einen eigenen Bereich für News und Updates: WordPress News & Updates im WPDE-Forum
Häufige Fragen
Zuerst WordPress oder zuerst die Plugins aktualisieren?
Bei kleinen Updates ist die Reihenfolge egal. Bei Hauptversionen hat sich bewährt: erst Plugins und Themes auf den neuesten Stand, dann WordPress, dann nochmals nach Plugin-Updates schauen.
Muss ich Plugins vor dem Update deaktivieren?
Nein, bei einem normalen Update per Klick nicht. Beim manuellen Update von sehr alten Versionen kann es helfen, Probleme einzugrenzen.
Kann ich eine sehr alte Installation direkt auf die neueste Version bringen?
In der Regel ja, WordPress aktualisiert auch über viele Versionen hinweg die Datenbank. Prüf aber vorher, ob deine PHP-Version zur neuen WordPress-Version passt, und teste den Sprung auf einer Kopie.