WordPress bei STRATO installieren: Typische Probleme und Lösungen

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· von Norbert Hofmann

Kurz gesagt: Der häufigste Fehler bei STRATO ist ein falscher Datenbank-Server in der wp-config.php: Dort gehört nicht localhost hinein, sondern der Servername aus der STRATO-Datenbankverwaltung (Schema database-….webspace-host.com). Danach folgen: Domain zeigt auf das falsche Verzeichnis, PHP-Version bzw. PHP-Einstellungen passen nicht, und WordPress-Mails kommen nicht an. Alle vier löst du im STRATO-Kunden-Login und mit wenigen Zeilen Konfiguration.

STRATO bietet eine automatische WordPress-Installation und separate WordPress-Tarife an. Viele installieren aber manuell, etwa beim Umzug einer bestehenden Seite. Genau dann tauchen die folgenden Probleme auf. Die Menübezeichnungen stammen aus der STRATO-Hilfe, sie können sich im Kunden-Login mit der Zeit ändern.

1. „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“

Bei STRATO läuft die Datenbank auf einem eigenen Server. Die Zugangsdaten findest du im Kunden-Login unter Datenbanken und Webspace → Datenbankverwaltung. Dort legst du auch eine neue Datenbank an, falls noch keine existiert. Trage die Werte so in die wp-config.php ein:

KonstanteWert bei STRATO
DB_NAMEDatenbankname, bei aktuellen Paketen nach dem Schema dbs + Ziffern (ältere Pakete: DB + Ziffern)
DB_USERBenutzername, Schema dbu + Ziffern (ältere Pakete: U + Ziffern)
DB_PASSWORDDas Passwort, das du beim Anlegen der Datenbank vergeben hast
DB_HOSTDer angezeigte Servername, etwa database-0123456789.webspace-host.com, nicht localhost

Achte beim Kopieren auf Leerzeichen am Anfang oder Ende und auf die Anführungszeichen in der wp-config.php. Hast du das Datenbank-Passwort vergessen, setzt du es in der Datenbankverwaltung neu.

2. Domain zeigt nichts oder die falsche Seite

Bei STRATO legst du selbst fest, auf welches Verzeichnis im Webspace eine Domain zeigt. Liegt WordPress in /wordpress/, die Domain zeigt aber auf das Hauptverzeichnis, siehst du eine leere Seite, eine Verzeichnisliste oder die STRATO-Platzhalterseite. Stelle in der Domainverwaltung des Kunden-Logins das Ziel der Domain auf den WordPress-Ordner um. Alternativ lässt du die Domain auf das Hauptverzeichnis zeigen und leitest intern weiter, wie in WordPress im Unterverzeichnis über das Hauptverzeichnis aufrufen beschrieben.

Nach einem Umzug oder Domainwechsel müssen außerdem die gespeicherten Adressen stimmen, siehe WordPress-URL ändern. Stelle außerdem sicher, dass für die Domain ein SSL-Zertifikat aktiv ist, bevor du die Adressen auf https:// umstellst.

3. PHP-Version und PHP-Einstellungen

WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder neuer. Die Version stellst du laut STRATO-Hilfe im Kunden-Login unter Datenbanken und Webspace → PHP-Version einstellen ein. Dort lässt sich auch „PHP Boost“ (Code-Caching) aktivieren. Welche Version gerade aktiv ist, prüfst du wie in Wie erfahre ich, welche PHP-Version mein Anbieter eingerichtet hat? beschrieben.

Einzelne PHP-Werte wie max_input_vars oder upload_max_filesize änderst du bei STRATO über eine eigene php.ini im Hauptverzeichnis des Webspace. Bei aktivem PHP Boost wird nur diese Datei im Hauptverzeichnis ausgewertet, und Änderungen greifen wegen des Cachings eventuell erst nach einer Weile. Reicht der Speicher trotzdem nicht, hilft Allowed memory size exhausted.

4. WordPress verschickt keine E-Mails

Passwort-Mails, Kommentar-Benachrichtigungen oder Kontaktformulare kommen nicht an oder landen im Spam? Die PHP-Funktion mail(), die WordPress standardmäßig nutzt, ist bei Shared Hosting generell unzuverlässig. Die robuste Lösung bei jedem Hoster: ein SMTP-Plugin (etwa „WP Mail SMTP“ oder „FluentSMTP“) mit einem echten Postfach, zum Beispiel einem STRATO-Postfach deiner Domain. Die Absenderadresse sollte zur Domain der Website passen, sonst sortieren Empfänger die Mails als verdächtig aus.

5. Weitere Stolpersteine

Für Fortgeschrittene: wp-config.php, PHP per .htaccess und Verbindungstest

Ein vollständiger Datenbank-Block für STRATO sieht so aus (Werte durch deine ersetzen):

define( 'DB_NAME', 'dbs12345678' );
define( 'DB_USER', 'dbu1234567' );
define( 'DB_PASSWORD', 'dein-datenbank-passwort' );
define( 'DB_HOST', 'database-0123456789.webspace-host.com' );
define( 'DB_CHARSET', 'utf8mb4' );
define( 'DB_COLLATE', '' );

Laut STRATO-Hilfe kannst du die PHP-Version für ein Verzeichnis zusätzlich per .htaccess festlegen. Das funktioniert allerdings nur für eine niedrigere Version als die im Kunden-Login eingestellte, taugt also höchstens als Übergangslösung für ein altes Plugin:

AddType application/x-httpd-php82 .php

Ob die Datenbank-Zugangsdaten stimmen, prüfst du unabhängig von WordPress mit einer kleinen Testdatei, die du nach dem Test sofort wieder löschst:

<?php
$db = @new mysqli( 'database-0123456789.webspace-host.com', 'dbu1234567', 'passwort', 'dbs12345678' );
echo $db->connect_error ? 'Fehler: ' . $db->connect_error : 'Verbindung OK, Server ' . $db->server_info;

Die Fehlermeldung verrät, ob der Server nicht erreichbar ist (Hostname falsch) oder der Zugang abgelehnt wird (Benutzer oder Passwort falsch).

Frage dazu? Hängst du bei der Installation fest? Frag im WPDE-Forum unter „Installation & Setup“. Hosterspezifisches passt auch ins Board „Webhosting & Server“. Poste dabei nie Passwörter.

Die komplette Installation Schritt für Schritt erklärt der Hub WordPress installieren.

Häufige Fragen

Automatische Installation oder manuell?

Für eine neue Website ist die automatische Installation im Kunden-Login bequem, sie legt Datenbank und wp-config.php passend an. Manuell lohnt sich, wenn du eine bestehende Seite umziehst oder Verzeichnis und Tabellenpräfix selbst bestimmen willst.

Welcher Datenbank-Server läuft bei STRATO?

Die genaue Version zeigt dir WordPress unter Werkzeuge → Website-Zustand → Bericht → Datenbank. Mehr dazu in MySQL- oder MariaDB-Version herausfinden.

Der STRATO-Support sagt, alles sei in Ordnung. Was nun?

Schalte das Debug-Log ein (WP_DEBUG und WP_DEBUG_LOG in der wp-config.php) und schau in wp-content/debug.log. Mit der konkreten Fehlermeldung kommst du beim Support und im Forum deutlich schneller weiter.

Quellen

Über den Autor: Norbert Hofmann

Norbert betreibt das WPDE-Forum und hat jahrelang im technischen Support eines Webhosters täglich WordPress-Seiten betreut. Heute arbeitet er als Cyber Defense Analyst, hat Sicherheitslücken in WordPress-Plugins gefunden (veröffentlichte CVEs) und engagiert sich mit deepfake.de gegen Betrug mit Deepfakes. Mehr auf norberthofmann.com.

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