WordPress lokal auf dem eigenen Rechner installieren: die besten Wege

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· von Norbert Hofmann

Kurz gesagt: Am einfachsten geht es mit einer fertigen Desktop-App wie WordPress Studio oder LocalWP: installieren, „Neue Website“ klicken, fertig. Beide sind kostenlos und laufen unter Windows und macOS. Nur zum schnellen Ausprobieren reicht sogar WordPress Playground direkt im Browser. Entwickler setzen oft auf Docker mit wp-env. Klassische Pakete wie XAMPP funktionieren weiterhin, sind aber aufwendiger.

Wozu eine lokale Installation?

  • Themes und Plugins gefahrlos ausprobieren
  • Updates testen, bevor du sie auf der Live-Seite einspielst
  • WordPress lernen, ohne Hosting zu bezahlen
  • Eigene Themes und Plugins entwickeln, siehe WordPress-Plugin programmieren

Die Möglichkeiten im Vergleich

WerkzeugEinrichtungGeeignet fürBesonderheit
WordPress Playgroundkeine, läuft im Browserschnelles AusprobierenDaten liegen im Browser, nichts installieren
WordPress StudioApp installierenEinsteiger, Testskostenlos, von Automattic, schnell eingerichtet
LocalWPApp installierenEinsteiger bis Profisverschiedene PHP-Versionen, E-Mail-Abfang, einfache Kopien
Docker mit wp-envDocker und Node.js nötigEntwicklerreproduzierbare Umgebung, Teil der offiziellen Werkzeuge
XAMPP, MAMPPaket installieren, WordPress von Hand einrichtenwer die Technik verstehen willklassischer Weg, mehr Handarbeit

Anleitung: WordPress mit einer Desktop-App

  1. Lade WordPress Studio oder LocalWP von der offiziellen Website herunter und installiere die App.
  2. Klicke auf „Neue Website“ bzw. „Create a new site“ und gib einen Namen ein.
  3. Die App richtet Webserver, PHP, Datenbank und WordPress automatisch ein.
  4. Öffne die Website und das Backend über die Schaltflächen in der App. Stell unter Einstellungen → Allgemein die Sprache auf Deutsch.

Die lokale Website ist nur auf deinem Rechner erreichbar. Beide Apps können sie aber vorübergehend für andere freigeben, etwa um sie einem Kunden zu zeigen.

Anleitung: klassisch mit XAMPP

  1. XAMPP installieren und im Control Panel Apache und MySQL starten.
  2. http://localhost/phpmyadmin öffnen und eine Datenbank anlegen, etwa wordpress.
  3. WordPress von de.wordpress.org herunterladen und in den Ordner htdocs/wordpress entpacken.
  4. http://localhost/wordpress aufrufen und die Installation durchlaufen. Datenbank-Benutzer ist bei XAMPP standardmäßig root ohne Passwort.

Die Standardeinstellungen von XAMPP sind für den lokalen Einsatz gedacht und nicht abgesichert. Betreibe eine solche Installation nie offen im Netzwerk oder Internet.

Lokale Website später online bringen

Am einfachsten überträgst du eine lokale Website mit einem Migrations- oder Backup-Plugin: lokal exportieren, auf dem Server in einer frischen WordPress-Installation importieren. Manuell kopierst du Dateien und Datenbank und ersetzt die lokale Adresse durch die neue, siehe WordPress-URL ändern und WordPress-Backup erstellen. Die Installation auf dem Server beschreibt WordPress installieren.

Für Fortgeschrittene: WordPress mit Docker und WP-CLI

# Offizielle Entwicklungsumgebung (braucht Docker und Node.js)
npx @wordpress/env start
# Website: http://localhost:8888, Benutzer admin / Passwort password

# WP-CLI-Befehle in der Umgebung ausführen
npx @wordpress/env run cli wp plugin list

# Umgebung stoppen
npx @wordpress/env stop

Mit einer Datei .wp-env.json legst du WordPress-Version, PHP-Version, Plugins und Themes fest. So bekommt jeder im Team dieselbe Umgebung. Die Zugangsdaten admin/password sind nur für lokale Tests gedacht.

Frage dazu? Frag im Forum „Installation & Setup“: Zum WPDE-Forum

Häufige Fragen

Kostet eine lokale Installation etwas?

Nein. Alle genannten Werkzeuge sind kostenlos nutzbar. Hosting und Domain brauchst du erst, wenn die Website online gehen soll.

Warum kommen E-Mails von der lokalen Website nicht an?

Lokal gibt es meist keinen Mailserver. LocalWP fängt E-Mails in einem eigenen Postfach ab, bei anderen Umgebungen hilft ein SMTP-Plugin oder ein Mail-Catcher.

Quellen

Über den Autor: Norbert Hofmann

Norbert betreibt das WPDE-Forum und hat jahrelang im technischen Support eines Webhosters täglich WordPress-Seiten betreut. Heute arbeitet er als Cyber Defense Analyst, hat Sicherheitslücken in WordPress-Plugins gefunden (veröffentlichte CVEs) und engagiert sich mit deepfake.de gegen Betrug mit Deepfakes. Mehr auf norberthofmann.com.

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